SPD geht den Beamten ans Leder
(Kommentar des Webmasters: Auch dieser
Artikel bzw. diese Aktion ist reine Propaganda. Jetzt ist es also nicht die
Politik, die den Bürgen das Leben schwer macht, sondern es sind Beamten.
Außerdem: Das Land BAWÜ hat vor
einigen Jahren z.B. Lehrer als Angestelle angestellt. Das haben sie schnell
wieder eingestellt, denn: 1. waren die Angestellten viel teurer und 2. haben
Angestellte viel mehr Rechte, was Versetzung und Arbeitsplatzwechsel angeht.)
Die Landesverbände der SPD blasen zum Großangriff auf die Behörden.
Nordrhein-Westfalen will das Berufsbeamtentum ganz abschaffen. Gleichzeitig
plant die SPD in Sachsen-Anhalt die Privilegien der Staatsdiener zu beschneiden
und faule Angestellte im öffentlichen Dienst über leistungsbezogene Bezahlung
zu bestrafen.
Initiative zur Änderung des Grundgesetzes
Mitte 2004 werde Nordrhein-Westfalen eine Initiative zur Änderung des Artikels
33 im Grundgesetz starten, sagte Wolfgang Riotte, Beauftragter für die Reform
des öffentlichen Dienstes in NRW, dem Berliner "Tagesspiegel am
Sonntag". Ein entsprechender Entwurf werde gerade von der Landesregierung
geprüft und fände in den SPD-regierten Ländern Unterstützung. Ziel sei es,
ein einheitliches Dienstrecht für Beamte und Angestellte zu schaffen, sagte
Riotte.
"Öffentlicher Dienst muss schrumpfen"
Die Verwaltung muss auch nach dem Willen der SPD-Opposition im Landtag von
Sachsen-Anhalt umfassend modernisiert werden. "Der öffentliche Dienst muss
besser werden und gleichzeitig schrumpfen", sagte der innenpolitische
Sprecher Bernward Rothe. "Behörden zusammenlegen allein reicht nicht aus.
Die Verwaltung muss auch von Innen heraus reformiert werden."
Leistungsprämien bei Beamten
Rohte kündigte an, die SPD-Fraktion werde in der nächsten Landtagssitzung
einen entsprechenden Antrag stellen. Danach soll es künftig nur noch absolut
notwendige Verbeamtungen in den Bereichen Justiz, Polizei und Finanzverwaltung
geben. Zudem plädiert die SPD für Leistungsprämien bei Beamten sowie
leistungsbezogene Tarifverträge für Angestellte. Auch müssten die Beamten in
die gesetzliche Renten- und Krankenversicherung einbezogen werden, hieß es.
"30 Prozent machen Mögliches unmöglich"
Auch SPD-Beamtenexperte Hans-Peter Kemper plädiert für eine Reform. "70
Prozent der Beamten sind hoch motiviert, aber 30 Prozent haben sich eingerichtet
und arbeiten vor allem daran, Bürgerwünsche abzulehnen und Mögliches unmöglich
zu machen", kritisierte Kemper. Er forderte vehement eine Bezahlung nach
Leistung.
Schily berät über Reformen
Am kommenden Mittwoch wird sich Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) mit dem
Beamtenbund, den Fraktionsvorsitzenden und dem Bundesratspräsidenten treffen,
um über eine Reform des öffentlichen Dienstes zu beraten.