![]() Selbstmord - für viele der letzte Ausweg (Foto:dpa) |
Männer sind gefährdeter
Den Angaben der WHO zufolge nehmen sich mehr Männer als Frauen das Leben.
Frauen hingegen unternehmen häufiger einen Selbstmordversuch als Männer. Die
meisten Menschen bringen sich in Osteuropa an; in Südamerika und moslemischen Ländern
ist die Selbstmordrate vergleichsweise niedrig.
Jugendliche immer mehr betroffen
Im Allgemeinen würden die Menschen mit zunehmendem Alter häufiger
Selbstmord begehen. Aber: "In der jüngsten Zeit hat suizidales Verhalten
unter jungen Menschen zwischen 15 und 25 Jahren alarmierend zugenommen", so
die WHO.
Deutschland: 11.000 Selbstmörder jährlich
In Deutschland starben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr
2002 rund 11.000 Menschen durch Suizid. Das sind mehr Todesfälle als durch
Aids, Verkehrunfälle und Tötungsdelikte zusammen.
Vielfältige Gründe
Auslöser für Selbstmordgedanken seien meist Armut, Arbeitslosigkeit, der
Verlust eines nahe stehenden Menschen, Streitigkeiten und Probleme im Beruf. Bei
vielen Selbstmorden spielten auch frühere Selbstmordfälle in der
Verwandtschaft, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Kindesmissbrauch,
gesellschaftliche Isolierung und psychische Störungen wie Depressionen oder
Schizophrenie "eine zentrale Rolle", berichtet die WHO.