Die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) warnt nach
Informationen des "Handelsblatts" vor dem "freien Fall der
Renten". Der Gesetzentwurf der Bundesregierung für die nächste
Rentenreform habe faktisch ein nach unten offenes Rentenniveau zur Folge,
zitiert die Zeitung aus einer BfA-Stellungnahme.
Beiträge sind wichtiger als Auszahlungen
Darin kritisierten die Rentenversicherer, dass die Regierung dem Ziel, den
Beitragssatz bis zum Jahr 2030 auf 22 Prozent zu begrenzen, absolute Priorität
einräume. Dieser rein einnahmeorientierte Ansatz sei aber nicht geeignet, eine
nachhaltige Finanzierung der Alterssicherung sicherzustellen, heiße es in dem
BfA-Papier.
Rente nicht mehr vorraussagbar
Wenn die Versicherten keine Anhaltspunkte mehr hätten, welche Leistungen sie
von der gesetzlichen Rentenversicherung erwarten könnten, werde auch die
Begrenzung des Beitragsanstiegs kaum neues Vertrauen in das Rentensystem
schaffen. Eine unabsehbare Senkung der Rentenansprüche gefährde zudem die
kapitalgedeckte Zusatzvorsorge, weil die Versicherten nicht mehr kalkulieren könnten,
wie viel sie zusätzlich vorsorgen müssten, um das angestrebte
Versorgungsniveau zu erreichen