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Attac will außerparlamentarische Opposition
Neue "Internationale" gefordert
Bernd Riexinger von ver.di Stuttgart forderte in seiner Rede eine gerechte
Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums: "Wir wollen, dass in einem
reichen Land alle Menschen unter sozialen Bedingungen und in Würde leben können
und nicht die Reichen immer reicher und die Armen immer Ärmer werden." Der
Autor Rainer Roth betonte die internationale Perspektive des Protests. Die
Arbeiter sollten sich international gegen das Kapital zusammenzuschließen.
"Großer Erfolg" für Veranstalter
Die hohe Beteiligung an der Veranstaltung werteten die Organisatoren als
"großen Erfolg". Die Wut in der Gesellschaft sei so groß, dass sich
in den vergangenen Tagen noch viele Menschen spontan zu einer Teilnahme
entschlossen hätten, sagte ein Sprecher. Die Regierung habe keine Mehrheit in
der Bevölkerung für ihre Reformpolitik. Die Demonstranten kamen laut Polizei
mit mehr als 300 Bussen aus dem ganzen Bundesgebiet.
Reformkritiker wenden sich unter anderem gegen die geplanten Arbeitsmarkt-
und Gesundheitsreformen. Mit Agenda 2010, Hartz und Rürup betreibe Rot-Grün
"die größten Angriffe auf die Lebens- und Arbeitsverhältnisse seit dem
Zweiten Weltkrieg", hieß es in dem Aufruf des "Bündnisses gegen
Sozialkahlschlag" für die Demo. Die Veranstaltung in Berlin soll den
Auftakt für eine Reihe weiterer Demonstrationen bilden. So sind am 18. November
in Hessen Proteste geplant, die sich besonders gegen die Sparpolitik von
Ministerpräsident Roland Koch (CDU) richten.