REUTLINGEN Den Eltern
langt es: Die 500 000 Euro Kürzungen bei Kindergärten und -tagesstätten,
die der Gemeinderat beschlossen hat, bedeuten 12,5 Erzieherinnenstellen
oder sieben bis acht Gruppen, die in diesem Jahr wegfallen müssen, heißt
es in einer GERK-Mitteilung. Und das in einem personell und materiell
ausgehungerten System. Dies erstickt jede Initiative zur Verbesserung
des Angebots und hat schon jetzt gravierende Folgen: Erste Einrichtungen
planen einen Aufnahmestopp selbst für Geschwister, so dass Eltern ihre
Kinder auf mehrere Kindergärten verteilen müssen, wenn sie überhaupt
erreichbare Plätze finden. Außerplanmäßige Schließungen und Ausfall
von Unternehmungen werden in den unbesetzten Einrichtungen immer mehr
zur Regel, jede Aussicht auf Besserung ist nun aber verloren und die
Stimmung am Boden.
Die Elternschule hat alle Zuschüsse verloren mit der Folge, dass die
hohen Eintrittsgelder zum massiven Einbruch bei den Besucherzahlen führten
- eine Niederlage für die schulergänzende Bildung und Prävention. Das
dicke Ende steht aber noch aus und die massive Unsicherheit hat in den
städtischen Einrichtungen, die die Einsparung ausbaden müssen, das
Chaos ausgelöst. Vor der heutigen Gemeinderatssitzung (15 Uhr) werden
die Eltern zusammen mit den Kindern deshalb an die Räte Rote Karten mit
ihren Forderungen verteilen. 

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