Mehr Wachstum durch weniger Feiertage
Dem ministeriellen Grübeln über die Feiertage liegen ökonomische Überlegungen
zugrunde. Schließlich, so Clement falle das Wirtschaftswachstum im nächsten
Jahr bis zu 0,5 Prozent höher aus, weil eine Reihe von Feiertagen auf
Wochenendtagen liegen. Im nächsten Jahr fallen beispielsweise der
Einheitsfeiertag und der zweite Weihnachtsfeiertag jeweils auf einen Sonntag.
Milliardenersparnis für die Wirtschaft?
Dass Clements Äußerungen keine aus der Luft gegriffenen Gedankenspiele sind,
bescheinigt ihm das Münchener Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung. Die Ökonomen
haben ausgerechnet, dass die Wirtschaft um 3,5 Milliarden Euro entlastet wird,
wenn in Deutschland beispielsweise der Pfingstmontag gestrichen wird. Der
"Berliner Zeitung" sagte Ifo-Konjunkturchef Jan-Egbert Sturm, aus ökonomischer
Sicht wäre eine solche Maßnahme deshalb zu begrüßen.
Ende für die 35-Stunden-Woche
Auch die 35-Stunden-Woche ist Schnee von gestern, meint jedenfalls Clement und
bereitet die Deutschen so schon mal auf längere Verweilzeiten in Büros, Werkstätten
und allen anderen Arbeitsplätzen vor.
Clement nennt Streik verfehlt
Mit Blick auf den Streik der IG Metall für die 35-Stunden-Woche in
Ostdeutschland sagte Clement: "Das ist ein Konflikt zur falschen Zeit am völlig
falschen Ort." Auch für Westdeutschland stellte der Minister die
35-Stunden-Woche in Frage: "Wir sind meines Erachtens am Anschlag
angekommen."