Arbeitsagentur unterstützt Vorstoß für Ein-Euro-Lehrer Bögers Idee zu Kursen mit arbeitslosen Pädagogen findet Anklang – aber nicht bei der Sozialsenatorin
Von Susanne Vieth-Entus (TAZ)
Bildungssenator Klaus Böger (SPD) prüft noch, aber die Arbeitsagentur ist schon einen Schritt weiter: Nach Einschätzung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg können die neuen Pflicht-Sprachkurse für Vorschüler mit Hilfe so genannter Ein- Euro-Jobs bestritten werden. Die Kurse erfüllten die Bedingungen von Hartz IV, da es sich um eine „zusätzliche Tätigkeit“ handele, sagte Direktionssprecher Olaf Möller auf Anfrage. Die PDS-geführte Senatsverwaltung für Soziales vertritt eine entgegengesetzte Ansicht.
„Die neuen Sprachkurse sind im Schulgesetz festgeschrieben. Damit sind sie öffentliche Pflichtaufgabe und können nicht als ’zusätzliche Tätigkeit’ bezeichnet werden“, heißt es aus der Verwaltung von Sozialsenatorin Knake-Werner. Offiziell wollte man sich mit Rücksicht auf die Senatsräson nicht äußern. Auch die Senatsverwaltung für Arbeit übte Zurückhaltung bei der Kommentierung der „Überlegung von Herrn Böger“.
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