Bundesweit und international hat es in den vergangenen Tagen Kundgebungen und
Demonstrationen aus Solidarität mit den Protesten in Griechenland gegeben.
Berichten zufolge kam es dabei immer wieder zu gewalttätigen Zwischenfällen.
»Demonstranten bewarfen Polizisten und Einsatzfahrzeuge mit Steinen,
Farbbeuteln und Flaschen, wie die Polizei mitteilte. Bei einem Handgemenge
wurden demnach zwei Zivilbeamte leicht verletzt«, berichtete etwa Die Welt in
ihrer Freitagausgabe über eine Protestaktion in Frankfurt am Main am späten
Abend des 11. Dezember. Was die Springer-Zeitung nicht erwähnte: Bereits bei
der Auftaktkundgebung auf dem Uni-Campus Bockenheim war ein massives
Polizeiaufgebot präsent, mehrere Zivilpolizisten hatten sich schon dort unter
die Menge, etwa 180 Demonstranten, gemischt. Während des gesamten Aufzuges
liefen Agent Provocateur schwarz vermummt – und wie sich später herausstellte
– bewaffnet mit.
Der Einsatzleiter bestreitet die Anwesenheit von vermummten Zivilpolizisten.
Zeugenaussagen und Videomaterial beweisen deren tätlichen Übergriffe. So
wurden Demonstranten mit Faustschlägen traktiert und mit Pfefferspray
attackiert. Ein kurzer Ausschnitt des Gewaltexzesses findet sich im Internet (
www.vimeo.com/2502571).
Auf den Bildern ist eindeutig zu erkennen, wie Zivilpolizisten und
vermeintlich vermummte Demonstranten linke Aktivisten bedrohen, verprügeln und
sich anschließend in nahe stehende Polizeifahrzeuge begeben. (rg)