Wo bleibt da die Zurückhaltung des Staates?
Bedeutet das Liberalsierung?
Lufthansa
Millionen-Hilfen erwartet
Die Lufthansa rechnet damit, bald staatliche Hilfe in Millionenhöhe zu
bekommen. Jetzt hat die Bundesregierung die Genehmigung des Geldes bei der Europäischen
Union beantragt.
Ausgleich für Schäden nach Terroranschlägen
Die Lufthansa hofft auf maximal 70 Mio. Euro. Das ist die Summe, welche das
Unternehmen als direkten Schaden nach den Anschlägen vom 11. September geltend
gemacht hatte. Ob diese Summe in voller Höhe ausbezahlt wird, ist allerdings
unklar.
Bundesregierung will 71 MIllionen Euro genehmigen
lassen
Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums sagte der FTD, die Bundesregierung
habe in Brüssel beantragt, insgesamt 71 Mio. Euro an die betroffenen Fluglinien
zu zahlen. Die Lufthansa sei nicht das einzige Unternehmen, das auf Hilfe hoffen
könne. "Es waren ja auch Charter-Maschinen betroffen." Im Antrag gebe
es keine Einzelauflistung, wie viel Geld welche Fluglinie bekommen soll. Zum
Zeitraum der Auszahlung machte er keine Angaben.
Wettbewerber haben bereits Hilfen erhalten
Die Lufthansa bewertete den Antrag positiv. "Wir rechnen damit, dass diese
längst fällige Summe zügig ausbezahlt wird", sagte Lufthansa-Sprecher
Thomas Jachnow. Nach Lufthansa-Informationen haben alle wichtigen Wettbewerber längst
Hilfen von den jeweiligen Regierungen bekommen so die British Airways, Air
France und die niederländische KLM. Auch die USA hatte ihre Gesellschaften
unterstützt. Die US-Gesellschaften konkurrieren mit der Lufthansa auf den
Transatlantik-Strecken.
Umsatzeinbußen
Nach dem Anschlag vom 11. September konnten die europäischen Fluglinien Hilfen
bei den Staatsregierungen beantragen. Dabei machten sie Einbußen geltend, die
ihnen in den ersten vier Tagen nach den Attentaten entstanden waren. Der
US-Luftraum war nach den Anschlägen geschlossen worden, was den Fluglinien
erhebliche Umsatz- und Gewinneinbußen bescherte.
dpa
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