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EU-Diäten: Kräftiger Schluck aus der Pulle (t-news 10.1.04)
Die Diäten der EU-Abgeordneten steigen offenbar stärker als bislang bekannt. Das berichtet die "Bild am Sonntag". Diäten an Richtergehälter gekoppelt Das Blatt beruft sich dabei auf eine Untersuchung des Staatsrechtlers und Diäten-Experten
Hans Herbert von Arnim, wonach die Bezüge schon ab Juni auf 9053 Euro steigen
sollen. Vorgesehen sei bisher eine Erhöhung auf rund 8500 Euro ab 2006. Grund für
die Gehaltserhöhung: Seit Jahresbeginn erhalten auch die EU-Beamten mehr Geld.
Weil die Diäten sich künftig am Gehalt eines EU-Richters orientieren, würden
sich sich entsprechend die Bezüge der Abgeordneten erhöhen. 2000 Euro mehr "Dreiste Selbstbedienung" "Durch die Koppelung an die Richtergehälter würden die Abgeordnetendiäten
auch in Zukunft automatisch und von der Öffentlichkeit unbemerkt Jahr für Jahr
steigen", sagte von Arnim dem Blatt. Der Verwaltungsexperte von der
Hochschule Speyer forderte den EU-Ministerrat auf, den neuen Diätenvorstoß des
EU-Parlaments abzulehnen: "Die Regierungen der EU-Staaten müssen diese
dreiste Selbstbedienung stoppen." Kritik an den Reisekosten Vor wenigen Wochen erst hagelte es Kritik an der Reisekosten-Regelung für die EU-Parlamentarier: Zahlreiche Abgeordnete hatten sich gegen eine Neuregelung gesperrt, wonach Reisen nicht mehr pauschal, sondern auf der Grundlage der tatsächlichen Kosten abgerechnet werden sollen. Die Parlamentarier hätten dann auf Zusatzeinnahmen verzichten müssen: Beispielsweise erhält ein EU-Abgeordneter aus Berlin für jede Reise nach Brüssel pauschal 1040 Euro, obwohl die Tickets zum Teil wesentlich günstiger zu haben sind.
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